9.1.2019

Taupo – ein wunderbarer Ort

Nach dem Kaffee gestern geht es dann weiter nach Taupo, dieStrecke von 60 km ist überschaubar. Das Pferd liegt mir weiterhin etwas auf dem Magen, doch natürlich muss ich einsehen, dass ich nciht mehr machen kann. Trotzdem….
Um wieder mehr Fahrpraxis zu bekommen, fahre ich mal wieder. Meistens sitzt Bernd am Steuer – ich finde es so angenehm, und ihm macht es nichts aus. Und die Gangschaltung ist echt schwierig, der dritte will bei mir nciht so richtig reingehen. Ich schalte immer erst in den Vierten, dann geht auch der dritte – falls ich ihn noch benötige. Aber ich merke schon, dass man sich mehr ans Linksfahren gewöhnt, wenn man selbst am Steuer sitzt. Beim letzten Wagen hatte ich Automatik, es ist schon ungewohnt, mit der linken Hand den Schaltknüppel zu bedienen, der dann noch genau in die Richtungen geht wie in Deutschland . Man muss also doppelt umdenken…
Das Wetter ist immer noch traumhaft! Und so werden wir von dem großen tiefblauen See empfangen.

Wir werden hier auf jeden Fall kostenlos übernachten, aber wo, das bleibt noch offen. So müssen wir uns auch nirgends anmelden.

In der I-Site erfahren wir, wo wir den Parkplatz finden, um die Wanderung zu den Huka-Falls zu machen, der direkt an einer Badestelle vorbeiführt, in die eine heiße Quelle führt. Ich erinnere sie gut vom letzten Mal – es war wie in einer Badewanne zu liegen, die langsam kühl wird und man erneut heißes Wasser zulaufen lässt. Die Dame freut sich, dass ich diesen Ort bereits kenne und erzählt, dass er inzwischen vergrößert wurde und es auch dort Toiletten gibt. Er sei aber immer noch kostenlos.
Und wirklich – aus dem kleinen Badeplatz ist ein wesentlich größerer geworden, immer noch gemütlich, aber mit leichteren Möglichkeiten, hinein- und herauszukommen. Außerdem  richtig gute Toiletten und eine Umzieh-Möglichkeit, die wir aber nciht benutzen. Natürlcih ist es recht voll, aber gerade als wir kommen, verlassen mehrere das Wasser und eine Menge kommen nach, als wir gerade gehen wollen. So ist es angenehm, nicht zu voll, gerade in Ordnung. Bernd ist wie ich total angetan! Diese Badestelle, das muss ich dazusagen, befindet sich in dem Fluss, aus dem sich dann später die Huka-Falls ergeben – er ist eiskalt und hat eine starke Strömung. So nehmen wir „Wechselbäder“ – an der Quelle ist das Wasser so heißt, dass die Haut anfängt zu kribbeln, ich schätze, es hat 39 Grad. Je weiter wir uns vom einlaufenden Wasser entfernen, umso kälter wird es, bis es dann richtig eisig ist. Da müssen wir auch aufpassen – die Strömung zieht einen so mit, dass man es nicht schafft, gegenan zu schwimmen. Eine Schwimmerin macht nahe am Ufer richtiges Training – sie schwimmt die ganze Zeit gegen die Strömung, kommt weder vor noch zurück – sie ist wirklich schon gut trainiert.

Bernd verläßt das Bad vor mir und macht noch Fotos, danach gehen wir dann beide – wieder zum Auto.

Auf eine Wanderung, die mit 45 Mintuen one way ausgeschrieben ist, haben wir eigentlich gar keine große Lust und man kann zu den Wasserfällen auch mit dem Auto kommen. Also angeschnallt und ein paar Augeblicke später sind wir auf dem Parkplatz für Fußfaule und bewundern das strömende, laut tosende Wasser. Da ich hier keine Videos reinstelle – die Zeit nehme ich mir einfach gerade nicht- können diejenigen, die bei Facebook sind, ein oder zwei ansehen – dort sind leicht einzustellen.
Durch die plötzliche Enge, in die das Wasser gepresst wird und dann noch durch den stärkeren Höhenabfall kommt es zu diesem Wunderwerk. Die Geschwindigkeit ist enorm: 200.000 Liter pro Sekunde fließen hier – ich frag mich, wo das ganze Wasser herkommt und wo es hinwill. Gleich nach dieser Enge wird der Fluß wieder breit und dementsprechend schnell wieder ruhiger. Aus dem Grunde können Boote auch sehr dicht heranfahren. Um diese Uhrzeit sind aber keine mehr da.

Eine der heißen Quellen

Inzwischen ist es mindestens Abendessens-Zeit und wir haben noch keine Ahnung, wie wir unsere Mägen füllen. Hunger hab ich, oh ja. Und dementsprechend wenig Muße darüber nachzudenken, wie ich dem entgegenwirken kann. Ganz pragmatisch entscheiden wir, uns eine „Take-away-Pizza“ zum Teilen zu ordern. In der Viertelstunde, die wir warten müssen, schnippelt Bernd einen leckeren Salat und ich kaufe im nahe liegenden Laden Eiswürfel und noch zwei,drei Sachen, die uns fehlen.
Direkt am Parkplatz ist eine Bank, die Stadt ist inziwschen sehr ruhig und so haben wir ein wunderbares Abendessen! Schnell, lecker und genau richtig in der Menge.

Abendessen

Nun gehts es zum inzwischen gewählten Schlafplatz – ein riesiger Platz dierekt am See, 5 km vor Taupo. Von der Innenstadt eine Kurve weiter sind wir bereits wieder am See – und hier tobt das Leben. Restaurants, Kneipen, Strand – alle Örtlichkeiten sind brechend voll, wir können es kaum fassen. Der Strandweg ist gepflastert von fotografierenden Menschen und wirklich, der Abendhimmel ist grandios. Wir halten schnell in einer nicht ganz legalen Parkbucht und gesellen uns mit unseren Apparaten dazu – so ein schöner Sonnenuntergang! Die Sonne ist gerade hinter dem Berg verschwunden und taucht alles in ein tiefrotes Licht. Die Berge im Hintergrund sehen in ihrer Blässe im Kontrast dazu wie eine kitschige Postkarte aus! Wunderschön!

Der Campingplatz ist schon ziemlich voll, trotzdem er soviel Platz bietet, findet sich kaum noch ein Schlafplatz, an dem man gerade steht. Doch wir haben Glück, sind war nciht direkt am Wasser, aber das macht ja gar nichts. Es git ein  Plumpsklo, ist dementsprechend auch  nur für self-contained Caming Vans und kostenlos. Solange wir noch etwas sehen können, machen wir schnell unser Bett und begeben uns auch nach einem kurzen Gang an den See hinein.

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