17.12.2018 – eine schöne Wanderung

Wechseltage – sag ich doch! Heute geht es mir wieder super! Ich bin gleich beim Aufwachen froher Dinge und weiß: dieser Tag gehört mir! Das Aufstehen fällt leicht, und da ich gestern abend geduscht habe, fällt das auch flach. Ich bereite unser Müsli zu und wir genießen die ersten Sonnenstrahlen, naja, nicht ganz die ersten, es ist kurz nach acht. Wie gehen wir nun heute vor?

Die erste Entscheidung ist schnell gefallen – wir wollen bei dem tollen Wetter nciht im Auto sitzen, sondern uns bewegen. Ich wäre glatt bereit für eine große Wanderung., aber eine mittelgroße täte es auch- wahrscheinlich sogar besser.
Aber als erstes halten wir in der Stadt vor einem Outdoor/Hunting/Fishing Geschäft, in dem wir gestern schon waren und Bernd Hüte anprobierte . Erkannte sich aber noch nicht entscheiden, doch nach der Sonnenwanderung gestern und dem Wetter heute möchte er einen mitnehmen.  Wir denken, das geht ja schnell und die 30 min für den Parkplatz reichen locker. Aber Entscheidungsfreudigkeit gehört nicht zu unseren besten Familienfähigkeiten. Hut für Hut – wieder von vor – Fotos machen – vergleichen – noch mal – Fotos in die FamilienApp gestellt und um Meinungen gebeten – mit Björn diskutiert – und endlich entschieden!

Nicht zu glauben! Dass Hut kaufen so schwierig ist…. Wir haben bereits einen Strich am Autoreifen, die Ordnungshüter gehen also wieder einmal rum.

Am Ortausgang habe ich gestern ein Informationszentrum gesehen, das speziell für den Nationalpark Mt. Aspiring da ist. Hier lassen wir uns beraten.  DIe Frau ist super nett und versteht genau, was wir möchten: eine unkomplizierte Wanderung, ca. 3 Stunden und nicht zuu anstrangend.  Sie schlägt uns den Diamond-Lake-Walk vor und das, was sie dazu erzählt, hört sich mach genau dem an, was wir suchen. Perfekt. Wir begeben uns per Auto zu dem 25 min entfernten Parkplatz, schultern den Rucksack,d.h. Bernd schultert, Sonnencreme überall, wo die Haut nackt ist, Wanderstöcke, und wir sind aufbruchfertig.

Der Weg ist wunderschön. Nicht zu steil, jedenfalls erst einmal nicht, dann geht es an dem schönen kleinen See entlang und von dort aus nach oben. 245 Treppenstufen führen uns zunächst zu einem Aussichtspunkt über dem See. Bevor wir uns dem See nähern, denke ich noch, wie blöd, schade und sonst was ich es finde, dass ausgerechnet heute Baumarbeiten anstehen, die Kettensäge ist tierisch laut. Und sie ist nicht nur laut – sie ist insbesondere tierisch in Form von Fröschen.So laute Frösche habe ich in der Tat noch nie gehört! Wir können sie leider nicht sehen, aber würde mich total interessieren, wie groß diese Krachmacher sind. Nach eine Fotopause und einem kleinen Austausch mit einem Kölner Alpenverein geht es weiter.

Nun geht es anstrengender weiter nach oben, aber da es nicht so heiß ist und außerdem Wind aufgekommen ist, ist es mit kleinen Pausen gut machbar. Trotzdem bin ich froh, dass wir uns für diesen Weg entschieden haben und nicht für den erst ausgeguckten, der ca. 8 Stunden gedauert hätte, Wir wollen es ja nciht übertreiben, schon gar, wo meine Nerven noch immer wunderbar sind….

Von oben sind es traumhafte Aussichten über den Wanaka-See und den Inseln, die drin liegen. Dieses Blau, dazu die grünen Berge und Felder, einfach traumhaft. nur der unglaubliche Wind hier oben stört, wir können kaum die Kamera ruhig halten.

Der Rückweg ist zwar für die Oberschenkel und die Knie anstrengend, aber ansonsten kein Vergleich zum Aufstieg. Es läuft sich fast von alleine. Nur manche Abstiege sind höher,so dass wir besser die Hände zur Hilfe nehmen.

Der Campingplatz, auf dem wir gleich eine weitere Nacht gebucht haben, liegt auf dem Weg zum verdienten Cappuccino, also springen wir erst einmal unter die Dusche.
Im Patagonia, eigentlich in erster Linie ein Eissalon mit riesigen Kugeln, sitzen wir schön draußen, lesen bzw. schreiben. Wunderbar!

Kurz noch einkaufen, dann gehts zurück auf dem Campground, wir wollen zeitig kochen, bevor die Küche zu voll ist. Heute gibt es – oh Wunder – Nudeln, aber mit einer Hähnchenbrust-Gemüsepfanne. Lecker!

Bevor wir aber Essen machen, kümmern wir uns noch um unseren Wagen: auf diesem Platz gibt es extra einen Einstellplatz, an dem man das Auto waschen kann – immerhin ist es gerade von den traveled roads- und eine führt hier direkt zum Mt. Aspiring, über 35 km lang, angesagt. So nutzen wir auch die Chance – saugen ihn aus und wienern ihn –  und unser Van ist blitzeblank!

Zu guter Letzt des Tages, also bevor bzw. währenddessen ich hier schreibe, habe ich meinem Mann noch die Haare geschnitten,  auch das muss ja mal bei einem solch langen Urlaub sein. Manche Alltagsdinge laufen weiter…

Langsam wird ihm kalt…
statt Spiegel
statt Spiegel
Campingplatz-Katze

 

 

One Reply to “17.12.2018 – eine schöne Wanderung”

  1. Ich beneide euch und wünsche euch weiterhin so tolle Tage. Ach könnte ich doch nochmal wieder jung sein oder vielleicht mutiger!!! Ich hatte zwischenzeitlich Besuch aus Mexiko und Singapur. Mein Spanisch war gar nicht so schlecht!!! Ich vermisse dich, aber ich denke, ihr habt hier – wettermäßig – nichts versäumt, viel grau in grau.

    Möget ihr ein gesundes glückliches kontaktfreudiges neues Jahr haben und weiter so, genießt die Zeit.
    Liebe Grüße eloisa Roswitha

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