8.12.2018

Abgesehen davon, das ich nachts immer wieder zu Bernd gerutscht bin, weil das Auto schief steht, schlafe ich gut und bin Morgens ausgeruht. Es hat in der Nacht geregnet, doch nun ist es trocken und wir fahren ohne Frühstück erst einmal los. Dabei gibt es gleich das Handicap, dass wir den Tisch vergessen haben, den wir nachts unterm Auto lagern – nun ist er ein wenig eingedellt… immerhin ist nur ein Reifen drüber gefahren…

Der Tag ist bisher bestimmt durch ein wenig fahren, Strandspaziergang, wieder ein bisschen fahren, Chillen beim Picknick-machen und ein Gang zu den MacLead Falls – wunderschöne Wasserfälle.


Eigentlich war durchgängig Regen angesagt, aber dasWetter hält sich viel besser als gedacht. Unser nächstes Ziel ist die Curio Bay, in der ich letztesMal Delfine und Pinguine gesehen habe, hoffentlich klappt es auch heute. Noch aber sitzen wir in einem Café draußen, die Vögel zwitschern und überall durftet es nach spätem Frühling – und von drinnen schallt „Silent night, Holy night!“ nach draußen. Irgendwie komisch, passt nicht so richtig zusammen. Es durftet nach Geburtstag (ich habe im Mai!), weil überall der Ginster blüht – und das erinnert mich an Geburtstag! Ob ich jetzt schon wieder ein Jahr älter werden möchte, sei mal dahin gestellt, aber Geschenke? Da fiele mir schon so einiges ein.

In den Catlins – ich hatte es verdrängt – gibt es kein Wifi und keinen Empfang. Da hat sich in den drei Jahren nichts geändert. Ich kann nicht sagen, dass es mir total fehlt, wahrscheinlich auch nicht so sehr, weil ich dieses Mal nicht alleine bin und dementsprechend nicht so angewiesen, mich meinen Lieben mitzuteilen. Dass ich aber meinen Blog nun nicht reinstellen kann und heute vormittag nur Text und keine Bilder, ist schon komisch. In diesem Café gäbe es Wifi, aber so immens teuer, dass es einfach noch warte.

Nach dieser Pause geht es zur Curio Bay. Dort habe ich beim letzten Mal Pinguine gesehen und hoffe es nun auch wieder! Damals ging eine Strasse zu den Delphinen und eine andere zu den versteinerten Baumstämmen und den Pinguinen. Heute gibt es ein Infozentrum in der Mitte, von da aus gehen die Wege zu einem Ausguck sowie einen weiteren hinunter zum Strand.
Wir haben Glück, denn es ist Ebbe. Bereits vom Ausguck sehen wir zwei der goldigen Geschöpfe unten stehen, später können wir sie unten noch weiter beobachten. Die Wartezeit, bis sie erneut auftauchen, verbringen wir mit einem Gespräch mit einem Jungvermählten Paar, er aus Frankreich, sie aus Kanada, beide lebend in New York. Wieder einmal ist es doch klasse, wenn man sich auf Englisch unterhalten kann.
6 km vor der Bay erinnerte ich einen kostenlosen Stellplatz für „self-contained“ Vans. Wir haben zwar den Aufkleber, aber ja kein Klo an Bord, was nur auf dem Papier wichtig ist. Die öffentlichen Toiletten sind wunderbar und ich glaube kaum, dass da einer sein Autoklo benutzt. Aber so sind die Vorschriften. Egal, wir vertrauen auf das Schild und dass uns keiner heute abend kontrollieren wird, machen noch einen kleinen Gang, essen ein paar Brote im Auto und gehen dann ins Bett. Es ist doch immer wieder unglaublich gemütlich, sich einzukuscheln, wenn es draußen kalt und windig ist!

One Reply to “8.12.2018”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.