03.12.2018

Dieser Tag wir nun ganz unserem Auto gewidmet, und dabei so richtig urlaubsmäßig stressfrei.

Am Vormittag wollen wir alles einräumen und dann die ersten notwendigen Lebensmittel einkaufen, damit wir morgen dann aufbrechen können. Nun stellt sich dabei allerdings heraus, dass es recht schwierig ist, an den Stauraum zukommen, denn die Kisten mit den klamotten oder den Lebensmitteln, die dan unter dem Bett stehen sind ein wenig höher als der Rahmen. Daher muss man immer die Matratze ein wenig anheben, um dann die eine Platte hochnehmen zu können und damit Zugang zum Stauraum zu haben.

Bernd überlegt, das Brett zu teilen, so dass man es einfach klappen kann. Gesagt, getan! Bob, selbst Ingenieur, tätig im Flugzeugbau, hat eine komplett eingerichtete Werkstatt in seiner Garage – und vor allem den größten Spass daran, gemeinsam mit Bernd dasAuto umzubauen. Schnell haben beide alles  ausgemessen, gesägt und mit den perfekten Scharnieren versehen. Bernd schnitt die Matratze noch in der Mitte durch und schon ist alles leicht handlebar.

 

02.12.18

In der Nacht machte sich nun der Jetlag bemerkbar – Bernd und ich wachen um 2:00 auf und sind ausgeschlafen. Wir schnacken eine Weile, und da wir alleine um Haus sind, stören wir ja auch niemanden. Wir zwingen uns dann aber auch noch einmal wieder einzuschlafen,sonst ist der nächste Tag ja völlig dahin. Bei der Überlegung am Frühstückstisch, wie wir unseren Gastgebern eine Freude machen können, entscheiden wir, am Abend für alle zu kochen.
Das Einkaufszentrum ist zwar schon geöffnet, aber die meisten Läden noch geschlossen, als wir um 8:30 dort angkommen. Die Zeit bis 9:00, dann beginnt dort das Einkaufs- Leben, und brauchten noch SIM-Karten-Schablonen für ein anderes Smartphone, in dem nun unsere heimatlichen liegen,  überbrücken wir mit dem Lebensmitteleinkauf, der Supermarkt macht früher auf. Anschließend gibt es einen leckeren Kaffee.

Mittags treffen wir uns dann mit den beiden Niederländern zur Auto-Übergabe. Sie haben wirklich alles toll vorbereitet, das Auto, insbesondere das Innenleben, ist sauber, die Bettwäsche gewaschen und das, was noch repariert werden musste, heil. Ich fülle im Postamt ein kleines Formular aus, zahle umgerechnet 6 € und schon hat der Wagen den Besitzer gewechselt. In der angrenzenden Bibliothek nehmen wie an einem Computer die Überweisung vor und trinken noch einen gemeinsamen Kaffee. Auch wenn ich glücklich bin, dass wir deren Auto kaufen können, hätte ich gerne noch mehr Zeit mit ihnen verbracht. Sie sind einfach sympathisch und interessant. Ich kann mit gut vorstellen, dass wir uns wieder treffen, wenn sie wieder in Holland sind, und das wird im nächsten Sommer sein. Ihr Plan ist, im Südwesten ihrer Heimat ein Hostel zu eröffnen. Doch nun trennen sich unsere Wege.

Als wir in der Wohnung ankommen, sind Iarene und Bob bereits da. Sie freuen sich mit uns über uns neues Gefährt und noch mehr darüber, dass wir kochen wollen und sie sich um nichts kümmern müssen.
Bernd und ich bereiten bald alles vor und haben zu fünft – die Nachbarin, die ich beim letzten Mal auch kennengelernt habe, ist auch dabei – einen netten, sehr weihnachtlichen Abend. Es ist schon komisch, überall diese viele Weihnachtsdekoration zu sehen – und draußen sind es um die 20 Grad… zwar heute nicht sonnig, aber trotzdem frühlingshaft…