15.01.2019

Self-contained…

Wir lasssen den Vormittag erst einmal langsam angehen, frühstücken in Ruhe und fahren dann zur Cathedral Cove, 9 km entfernt. Ich rechne wohl damit, dass der Parkplatz um diese Uhrzeit voll sein würde, aber nicht damit, dass es ihn gar nicht mehr gibt… Statt dessen haben sie am Ortsrand einen großen Platz eingerichtet, von dem Shuttle Busse fahren – was für eine Erleichterung für die Anwohner, die zum Teil ihre Vorgärten als Parkplätze vermietet hatten. So entgeht ihnen zwar eine Einnahmequelle, aber sie gewinnen eine Menge Ruhe.

Wir nehmen also den Shuttle, fahren an den Wanderweg-Beginn und laufen ca. 40 min zur Cove. Der Berg mit seinem riesigen Loch ist beeindruckend, sieht toll aus, aber Bernd geht es so wie mir vor drei Jahren: auch er hat mehr erwartet, dafür, dass er überall so hoch gepriesen wird. Es ist schön, gerade mit dem Strand und den anderen Felsen im Wasser, den Wellen und den Bäumen, die fast von den Felsen fallen. Natürlich ist viel mehr leben als bei letzten Mal, wo ich morgens um halb sieben hier war. Da konnte ich den Felsen noch menschenleer fotografieren.

Heute sitzt hier sogar der Rettungsschwimmer und passt auf!
Wir machen  unsere Bilder, laufen einmal hin und her und begeben uns wieder auf den Rückweg. Uff, bergauf ist es wirklich anstrengend, auch wenn man morgens 3 Eier gegessen hat.  Aber meine iWatch freut sich! Der Trainigingsring ist gleich doppelt geschafft!

Wir holen unser Auto, trinken in der Ortsmitte noch unseren Kaffee und beschließen, eine halbe Stunde weiter südlich zu fahren, wo Bernd dann einen Termin um halb sechs ausgemacht hat, dass unser Zertifikat abgenommen werden kann. Dann haben wir es hinter uns, und heute kann man bei dem unerwarteten tollen Wetter die Zeit gut überbrücken. Wir werden unser Auto auf jeden Fall noch so herrichten, dass das Klo gleich vorne ist und einen Eimer als Deckel brauchen wir auch noch.

Wir fahren also nach Tairua, suchen uns einen Schattenparkplatz und kaufen erst einmal einen Eimer. Anschließend räumen wir dann auf. Dinge, die wir nicht brauchen, wie unsere Schlafsäcke, kommen in die großen Rucksäcke, das Klo nach vorne, der Eimer wird als Mülleimer eingerichtet.

Was soll noch schiefgehen? Wir freuen uns jetzt schon über unsere Entscheidung, dann haben wir es vom Tisch. Dann werden wir morgen unsere 200$ Strafe zahlen und nicht mehr dran denken!
Glauben wir….

Bis zum Treffen um halb sechs teilen wir uns eine Pommes und lesen. Wir denken, dass wir gegen sechs/halb sieben weiterfahren können!
Das Haus finden wir schnell, es ist nur 5 min vom Parkplatz entfernt und an zwei Camping-Bussen und einen Van gut zu erkennen.

Die Frau kommt zu uns, bewaffnet mit einem Formular, das ausgefüllt werden muss, der Mann mit einem GErät, mit dem er millimeter genau abmessen kann , hinterher. Beide sind sehr nett – verlieren aber an Sympathie, als sie meinem, dass unser Auto nicht als self-contained zertifiziert werden kann, bevor da nicht diverse Änderungen gemacht wurden. Uff, das hört sich schon gleich nach viel Zeit und viel Geld an – dazu hab ich keine Lust. Das Klo muss so stehen, dass man im Auto pinkeln kann – kann man doch, wenn man die anderen Kisten wegnimmt – dazu muss das Brett durchgesägt werden. Die Wasserbehälter sind zu klein – der Gesetzgeber schreibt 4l pro Person für drei Tage vor – uns fehlen 5 l pro Kanister! Außerdem braucht der Mülleimer einen Deckel… Na toll…  Wir fragen genau nach: wie lange wird das dauern, was kostet es? Dauer ca. 1-1,5 Stunden, Kosten ca. 120$. Okay, dann ist es keine Frage! Das machen wir. Dann haben wir ein gutes Gefühl und können es auch besser verkaufen.

Und los gehts: das Brett wird gesägt und neu angebracht, die Frau meint, wir sollten einen Behälter mit Deckel finden, egal was für einen. Kisten haben wir ja genug – wird akzeptiert. Zwei neue 25l-Kanister haben sie da, die dann etwas mühsamer sind, einzubauen. Das Formular schreibt eine bestimmte Schlauchdicke vor, die wir natürlcih nciht haben – aber der pragmatische Mann nimmt einen anderen und setzt ihn drüber. Von einem Innendurchmesser steht da ja nichts.

Nach wirklich ca 1,5 Stunden haben wir das Papier in unseren Händen, mit der Zertifizierungsgebühr 200$ bezahlt und müssen nun noch ans Amt 30 $ überweisen und dann schicken sie uns den Aufkleber zu – egal, wo wir dann gerade sind, mit Expressversand. Mit dem Zettel dürfen wir auch ab jetzt „zertifiziert“ schlafen! Hurra!

Es ist noch früh genug, um zu unserem weiteren Ziel zu fahren: wir wollen an die westliche Seite der Coromandel-Pensuela, in die District-Hauptstadt Thames. Dort werden wir morgen früh unsere Strafe bezahlen und einmal die Küstenstraße nach Coromandel town fahren, aber das ist morgen.

Thames ist nach einer Dreiviertelstunde erreicht und wir finden auch gleich den kostenlosen Platz, Toiletten sind nicht weit uns haben sogar 24 Stunden geöffnet. Wir lassen den Wagen stehen und gehen noch ins Einkaufszentrum.
Meistens haben die großen Läden hier ja bis mindestens 22:00 geöffnet, daher ist es nur zur Sicherheit, dass wir nachsehen, wie lange wir beim Pack‘n Save Eis kaufen können, damit unser Gemüse und das Fleisch, was wir eigentlich heute machen wollten, bis morgen hält. Ansonsten überlegen wir erst einmal etwas herum zu gucken. Es ist 20:05 – und er schließt um 20:00! Die letzten Kunden kommen gerade heraus – und Silke schlüpft schnell hinein, fragt den jungen Mitarbeiter, ob sie nur gaaanz schnell einen Beutel Eis kaufen kann, und er winkt sie hinein. Die Truhe mit den Eiswürfeln steht direkt an der letzten geöffneten Kasse, wir zahlen und freuen uns.

Nun geht‘s zurück zum Auto, wir machen uns ein Müsli, und dann geht‘s ins Bett.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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