11.01.2019

Rotorua

in dieser Nacht habe ich wunderbar geschlafen! Und eigentlich wollen wir wieder ein Frühbad nehmen, aber Bernd ist eher nach einer Dusche und meine Haare würden sich auch darüber freuen. In Taupo kann man öffentlich duschen, nein, das ist nicht ganz richtig ausgedrückt – gibt es öffentliche Duschen, 4 min zum Preis von 2,50$. – 50 Cent allerdings, um überhaupt in den Toilettenbereich hineinzukommen.
Wir parken direkt davor, suchen unsere Sachen zusammen und zum ersten Mal in einem Leben benutze ich eine öffentliche Dusche – ist gar nicht  so viel anders als die auf dem Campingplatz, supersauber. Und die vier Minuten reichten gut aus – ich hatte aber für denFall der Fälle ein weiteres 2$ Stück bereit…

Frisch und sauber beginnen wir nun den Tag, in dem wir in dem Café von gestern ein kleines Frühstück zu uns nehmen und uns anschließend auf den Weg nach Rotorua machen. Ich hoffe so, dass ich die Stelle mit den Matsch-Löchern finde, aus den es brodelt und qualmt, dass man denkt, man sei im Harry-Potter-Film.

Und wirklich, bald kommt die Abzweigung von der Hauptstrasse, an die ich mich erinnere, sie führt eigentlich zu einem großen Thermalbad. Zunächst geht es aber an einem kleinen Pool vorbei, in dem beim letzten Mal ganz viele saßen, heute aber nur einer – ebenfalls wie nahe der Huka Falls ein heißer Zufluss in einem, in diesem Fall, kleinen kalten Fluss. Wir testen das Wasser mit den Unterschenkeln , das reicht uns und wir fahren dann weiter.

Die Schlamm-Monster lassen nicht lange auf sich warten – schon bald kommt die Ausschilderung „Mud-Pools“ und schon  sind wir an diesem blubbernden, matschigen Areal, gut eingezäunt, damit wirklich keiner hineinfällt.  Ich kann mir vorstellen, dass man sich wirklich schwerste Brandverletzungen holen würde. Wir kommen aus dem Fotos- und Videos-Machen gar nicht raus, man möchte doch gerade dann abdrücken, wenn der Schwalll am höchsten ist.

Das ist Farbaufnahmen!:-)

in Rotorua stinkt es heute zwar nicht sooo doll wie wenn es Regenwetter ist, aber der Schwefelduft ist trotzdem latent überall. An einem Park wollen wir Pause machen, haben ziemlichen Hunger und freuen uns auf ein Müsli. So suchen wir uns einen Schattenplatz, bauen Tisch und Stühle auf und bereiten alles zu. Nervig ist nur, dass es immer wieder Autofahrer gibt, die ihren Motor anlassen, während sie Pause machen. Mich nervt es und ich kann mich nicht daran gewöhnen – die Abgase stinken und der Lärm nervt!

Wir wandern mit unseren Utensilien zehn Meter weiter und da stinkt es zumindest nicht mehr.
Satt und zufrieden machen wir nun einen Gang durch den recht großen Park, in dem ebenfalls lauter Löcher und sogar ganz heiße Seen gibt, die zwar eingezäunt sind, damit man nicht zu nahe kommt, aber gut sichtbar. Es ist unfassbar, wie viel Energie hier einfach aus der Erde kommt und „verpufft“.  Ein kleines Loch, umrandet von Steinen, ist offen und ich fasse zum Spaß mal in das heraussprudelnde Wasser – nur ganz kurz! Ich schätze, mit der Hitze kann man sich einen Tee aufbrühen, vielleicht nicht gleich einen schwarzen, aber einen grünen bestimmt. Ich schätze die Temperatur auf 70-80 Grad, nicht zum Baden geeignet. Auf einem Holzsteg an dem See muss ich meine Füße während des Fotografierens immer wieder bewegen – der Wasserdampf kommt durch die Ritzen und ist richtig heiß!

Nachdem wir nun noch in der Stadt einen leckeren ( ihr erinnert natürlich: hier gibt‘s nur leckere!!) Cappuccino zu uns genommen haben, wollen wir unseren Schlafplatz suchen und von dort aus noch auf einen abendlichen Markt gehen. Der wird nämlich schon gerade aufgebaut.  Und der self-contained-Platz liegt recht zentral. Aber von wegen – es sind alle Plätze belegt, das hatte ich nicht erwartet, so spät ist es doch gar nicht. Trotzdem, da hilft kein Klagen und kein Hoffen, wir fahren weiter und suchen kurzerhand einen Top10 auf, obwohl wir heute morgen geduscht haben. Der ist zwar unerhört teuer hier, aber wir haben keine Lust, weiter zu suchen, ich bin müde und kaputt. So springe ich nach einer kurzen Ruhepause unter die Dusche und bin danach wieder fit genug, um auf den Abendmarkt zu gehen bzw. fahren. Der Top10 liegt ein wenig außerhalb und so weit mag ich heute nicht mehr laufen.

Es herrscht viel Trubel in der Stadt. Dieser Abendmarkt findet jeden Donnrstag abend statt und es wird neben Kunst und Schnickstand viel zum Essen angeboten, dazu gibt es an beiden Enden Live-Musik. Richtig nett.
Viel Hunger habe ich nicht, daher essen ich bei Bernds thailändischem Nudelgericht etwas mit und wir sind beide glücklich gesättigt.

Ist das nicht ein gemeiner Straßenname? Fehlt nur das Leerzeichen….

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