10.12.2018

Die Viren, die ich aus Deutschland in Erkältungsform mitgebracht habe, verstehen sich prächtig mit den neueeländischen und feiern offenbar nachts dicke Feten in meinem Körper, deren Reste ich morgens beseitigen muss. Es dauert lange, bis ich meine Nebenhöhlen frei und die Bronchien leer gehustet habe. Tagsüber geht es mir nicht schlecht, und nur manchmal wache ich nachts auf, weil ich erst einmal nur noch huste. Aber heute – heute nervt es mich unsagbar! Dabei ist heute endlich wieder tolles, schon richtig warmes Wetter. Wir machen uns auf den Weg, nach Te Anau, wo wir ein wenig bleiben werden, ist es ungefähr eineinhalb Stunden – auf der Scenic-Route. Richtig genießen kann ich es noch nicht, aber das nächste Café ist unser! Wir sind ca. 15 km gefahren, als Bernd fragt, ob wir eigentlich unseren Tisch eingepackt haben – NEIN! Das war der Huckel heute morgen beim Losfahren! Und gestern Abendkarten wir noch gelästert, dass wir ihn so unters Auto legen sollten, dass wir ihn beim Drüberfahren nicht beschädigen. Da wir keine Umweltschweine sein wollen, drehen wir und fahren zurück. Der Tisch liegt noch da, er ist noch ein wenig verbeulter und hat einen Reifenabdruck… Aber er läßt sich immer noch aufstellen. Wir laden ihn ein und beginnen die Tour noch einmal. Gleich 3 km weiter sehen wir Leute an einem Haus draußen sitzen – ein Café! Das haben wir vorhin gar nicht gesehen. Wir setzen uns nach draußen und genießen Sonnenschein und neben einen Cappuccino einen Cookie (Bernd) und ich einen Spinat-Feta-Oliven-Rollo, lecker! Das Café hat eine Auszeichnung für das beste Café 2018! Und absolut zu Recht! Total gemütlich, innen wie außen und leckeren Kaffee und davon uns probierte Essen war klasse!


Die Berge kommen langsam näher, wir nähern uns dem Fjordland. Te Anau, wir kommen! Das Städtchen, in dem ich die Christchurcher Freunde kennengelernt habe, in der ich im Kino war und außerdem Sylvester gefeiert habe. Touristisch, aber das ist okay! Wir wollen nun auch wieder einen Campingplatz anlaufen und chillen. Richtig gut drauf bin ich nämlich immer noch nicht. Und so machen wir es auch. Eine heiße Dusche wirkt schon mal Wunder und danach lümmel ich mich auf zwei Sessel im Aufenthaltsraum. Ein wenig Lesen, auf dem iPhone rumtüteln, die Energie schleicht sich wieder an. Da wir ja heute nun eine Küche zur Verfügung haben, kaufen wir richtig gut ein, und nein, heute gibt es keine Nudeln! Kartoffeln, Blumenkohl und ein schönes Steak, ein richtiges Festessen! Nach dem Abwasch chillen wir noch weiterhin und gehen bald ins Bett.

Es gibt also von diesem Tag gar nicht so viel zu berichten.

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