14.12.2018 – auf nach Arrowtown

Erst mittags machen wir uns weiter auf den Weg von Te Anau nach Arrowtown. Die Strecke ist gar nicht so weit, aber es sind halt nicht Autobahnen, sondern Landstraßen, sie sich hin- und herwinden. Die Landschaft ist wunderschön, lange faren wir an einem See entlang. Immer wieder müssen wir links ranfahren, um Bilder zu machen!

Was mir auch auffällt: bei meiner letzten Reise haben mit die Heerscharen an Schafen gefehlt, für die dieses Land doch so bekannt  ist. Statt dessen gab es Unmengen an Rinderherden und die Mitteilung, dass NZ sehr, sehr weit unten in der Klimabilanz steht – wegen der Rinder. Entweder haben die Farmer ordentlich Zuschläge erhalten, um wieder auf Schafe „umzusatteln“ oder sie haben ihre Rinder versteckt und die Schafe wieder hervorgeholt. Es ist jedenfalls so, wie man sich die Südinsel vorstellt – riesige Schafweiden, Unmengen an Tieren, mal enger, mal mit viel Platz. Und heute können wir durch Zufall – und dank dessen, dass ich am Steuer saß, Bernd hätte sich nicht angehalten, beobachten, wie eine große Herde über die Strasse auf die andere Seite getrieben wurde, mit Hilfe von sieben Hunden. Ich bewundere es immer wieder, wie die Hunde sich „absprechen“ und ihre Positionen übernehmen, um die Herde dahin zu treiben, wo sie hin soll.

Ans Linksfahren haben wir uns nun auch gewöhnt. Zuerst war es besonders schwierig, beim Rechts-Abbiegen wieder auf die linke Seite zu fahren und zweimal sind wir bei zum Glück wenig Verkehr denen entgegen gefahren. Doch langsam wird es normal, und die Scheibenwischer gehen beim Blinken auch nicht mehr an – nicht mehr so oft jedenfalls. Dass ich beim Überqueren der Strasse erst nach rechts gucken muss, ist allmählich antrainierte – aber volles Vertrauen hab ich nicht, dass nicht doch einer von links kommt:-) .

Vor drei Jahren bin ich genauso gefahren – erst nach Queenstown, dann schnell weiter nach Arrowtown. Genau machen wir es heute. Bernd meinte, wenn wir schon so dicht an der Outdoor-Aktivitätsstadt sind, dann wollen wir sie doch auch einmal sehen… schnell, ganz schnell verschwinden wir wieder. Voll, Touristisch, ein Outdoor-Laden mit teuren Klamotten neben einem Booking-Center, wo man alles zu hörenden Preisen buchen kann. Ich tue der Stadt bestimmt Unrecht und man kann dort viel Spaß haben – aber das ist so gar nicht mein Ding. An allen Enden wird gebaut, einNobel-Hotel neben dem anderen, die Einkaufsstraße zudem voller Verkehr… Tja, wir sind gar nciht ausgestiegen, sondern haben Eis für unseren Kühlschrank gekauft und sind weiter.

In Arrowtown ist es wesentlich ruhiger und die Athmosphäre in etwa wie vor drei Jahren. Ich möchte nicht weiter, sondern hier auf dem Campingplatz bleiben, auch wenn heute wieder „self-contained“ angesagt wäre. Der einzig kostenlose wäre ein Parkplatz 15 km entfernt, dazu habe ich heute keine Lust.
So wandern wir erst mal durch dies derzeit nicht verschlafene Städtchen, bewundern eine Christmas-Aufführung im Freien mit einem Frauenchor und vielen Kindern, die etwas aufführen. Übrigens „schneit“ spaßend zu ihren Liedern – Pappeln verstreuen ihre Samen überall und wenn man es nicht besser wüßte, glaubte man dass es schneit.

Anschließend suchen wir den Schlafplatz auf, essen einen leckeren Salat, für denier heute morgen noch eingekauft haben und Brot und machen uns anschließend noch einmal zu Fuß in die „City“. Dort sitzen wir nun in einer Kneipe, mit recht lauter Musik, gleich sogar live, und WLAN!

 

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